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  • AutorenbildEsther Ramos

DIE FÄCHERSPRACHE

Women are armed with Fans as Men with Swords, and sometimes do more Execution with them.

[Frauen sind mit Fächern bewaffnet wie Männer mit Schwertern und führen manchmal mehr Hinrichtungen mit ihnen durch]


Joseph Addison, englischer Schriftsteller aus dem 18. Jh.




Die Fächersprache ist eines der beliebtesten Themen unter den Liebhaber:innen dieser kleinen tragbaren Klimaanlagen.



Keramik aus Gräbern - Archäologisches Museum Paestum (Salerno-Italien)
Keramik aus Gräbern - Archäologisches Museum Paestum (Salerno-Italien)

Der Fächer ist eines der ältesten Accessoires der Menschheit. Bereits zur Zeit der ägyptischen Pharaonen wurden sie als Merkmal des Adels verwendet. Bei diesen Fächern handelte es sich um einen festen Blattfächer mit prächtigen Ornamenten verziert.









Japanischer Fächer

Der Faltfächer, wie wir ihn heute kennen, wurde im 7. Jahrhundert in Japan zum ersten Mal gefertigt. Im 15. Jahrhundert gelangte sie über die östlichen Handelswege nach Europa.






Während der Herrschaft von Ludwig XIV und Ludwig XV in Frankreich Während der Herrschaft von Lud


wig XIV. und Ludwig XV. in Frankreich erlebte der Fächer seinen goldenen Zeiten unter den Adel und Bürgertum. Der Fächer wurde in dieser Zeit zu einem unverzichtbaren Accessoire in der Frauengarderobe.



Eine Dame ohne Fächer ist wie ein Ritter ohne Schwert Madame Stael, 18. Jahrhundert)
Mit Fächersprache kommunizieren

Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelten die Frauen mit dem Fächer eine echte Zeichensprache, um ihren Liebhabern heimlich ihre Wünsche und Gefühle mitzuteilen. Je nachdem, wie der Fächer gehalten und bewegt wurde, kam eine andere Botschaft zum Ausdruck.






Stellen Sie sich die Gesellschaftsbälle dieser Zeit vor. Junge Damen mussten immer von ihrer Mutter oder einer Hofdame begleitet werden. Wie sollten sie denn mit ihren Liebhabern sprechen? Damals wurde die Funktion des heutigen Chats durch Blicke und Handfächer ausgeübt.

Dieser Zeichencode, den die jungen Mädchen benutzten, musste einer Geheimcode sein. Eine Sprache, die ihre Mütter nicht verstehen könnte. Die Mutter hatten ja schon in ihren jungen Jahren diesen Geheimcode benutzt. Aus diesem Grund änderte sich die Bedeutung der Zeichen von Generation zu Generation. Man geht sogar davon aus, dass es so viele Sprachen wie Liebhaber gab, von denen jeder seinen eigenen Dialekt verwendete.




Ende des 19. Jahrhunderts begann der französische Fächerhersteller Duvelleroy, einen Gestencode bei seinen Fächern beizulegen. Er behauptete, dieser Code würde von Frauen seit Jahren zur heimlichen Kommunikation mit ihren Liebhabern verwendet.



Fächersprache

Die Fächersprache wurde von Blicken und Gesten ergänzt. Man könnte also sagen, dass der Fächer zu einem Instrument zur Erweiterung der Körpersprache wurde. Im Spanischen gibt es sogar eine Disziplin, die sich mit der Sprache des Fächers und der Bedeutung seiner Bewegungen beschäftigt, das heißt Campiologie.


In der Literatur und der Presse der damaligen Zeit würde viel über die Fächersprache geschrieben. Es ist jedoch nicht bekannt, ob es tatsächlich so häufig verwendet wurde, wie es heißt, da die Artikel meist von Männern verfasst wurden. Es sind keine Frauen bekannt, die eine solche Sprache dokumentiert haben.


Diese Fächersprache wird jedoch schon seit vielen Jahren nicht mehr verwendet. Es gibt keine absoluten Wahrheiten für die Bedeutung der einzelnen Gesten. Durch die Analyse der Sprache des Fächers in verschiedenen Sprachen - Spanisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch - konnte ich feststellen, dass sich sogar die Bedeutung der Gesten in den verschiedenen Sprachen ändert.


Für Sie, liebe Leserin und Leser, möchte ich Ihnen hier einige der in Spanien registrierten Gesten vorstellen, die von protocolo.org veröffentlicht wurden.


Viel Spaß beim Üben!






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